Der weibliche Zyklus, Stress und der Mond
Hormon Balance (oder Dysbalance) ist etwas, worüber wir normalerweise nicht so häufig sprechen. Wir scheinen zu denken, dass die weibliche Menstruation etwas ist, worüber man nicht unbedingt sprechen sollte. Wahrscheinlich ist es Teil davon, dass wir heutzutage häufig den Kontakt zu uns selbst uns unseren Körpern verloren haben. Der Körper muss funktionieren. Wie aber der Körper funktioniert und wie sensibel er auf Veränderungen in unserer Umwelt und unseren mentalen und emotionalen Zustand reagiert, interessiert eher weniger.
Anstelle von einem Leben in Einklang mit der Natur – der um uns und der in uns – leben wir in Großstädten, arbeiten viel und versuchen gleichzeitig „gesund“ zu leben, in dem wir Sport machen und uns „gesund“ ernähren. Wir versuchen in allen Bereichen unseres Lebens perfekt zu sein. Wir arbeiten und machen und versuchen die Erwartungen anderer sowie unserer eigenen Erwartungen an uns selbst zu erfüllen. Wir machen immer weiter – weil man es eben so macht und weil andere es auch so machen. Und so verlieren wir den Kontakt zu uns selbst. Wir verlieren den Kontakt zu unseren Körpern und seiner natürlichen Weisheit.
Es ist kein Zufall, dass die Länge des menstrualen Zyklus, der Länge eines Mondzyklus entspricht. Beide dauern etwa 29 Tage. Ich finde es ist unglaublich, wie unsere Körper mit der Natur um uns verbunden sind. Leider sind wir uns dessen heutzutage kaum noch bewusst. Wenn wir darüber nachdenken, dass der Mond die Ozeane bewegt, ist es eigentlich nicht überraschend, dass er auch einen Effekt auf unsere Körper hat. Das Steigen und Fallen des Meeresspiegels entsteht durch magnetische Kräfte des Mondes. Und ähnlich beeinflusst der Mond auch Körperflüssigketen und interagiert mit den elektromagnetischen Feldern des Körpers. Der Mond selbst hat eine „Periode“, er verschwindet und mit dem Neumond wächst er langsam wieder zu seiner ganzen Fülle an.
Selbst in unserer heutigen Zeit, in der wir in Städten entfernt vom Rhythmus der Natur leben, ist der Zyklus vieler Frauen vom Mond beeinflusst. Studien zeigen so zum Beispiel, dass überzufällig viele Befruchtungen bei Vollmond oder am Tag zuvor stattfinden.
Viele Frauen haben jedoch keinen regelmäßigen Zyklus oder die Menstruation bleibt zeitweise sogar vollständig aus. Der Hauptgrund für diese Unregelmäßigkeiten durch Hormon Ungleichgewichte, ist häufig Stress. Stress kann durch äußere Bedingungen entstehen, durch übermäßigen Sport, durch Depressionen oder durch die Ernährung. Wissenschaftlich erklärt, beeinflusst intensiver Stress über die `Stressachse´ die Funktion des Hypothalamus. Der Hypothalamus liegt in unserem Gehirn und kontrolliert die Funktion der Hypophyse (Hormondrüse) und somit auch den weiblichen Zyklus.
Die Hypophyse reguliert über die beiden Hormone LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon) den weiblichen Zyklus. LH und FSH wiederum beeinflussen die Produktion von Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken. Diese beiden Hormone beeinflussen die zyklischen Veränderungen im Uterus der Frau und somit die Menstruation. Wenn die Funktion des Hypothalamus gestört ist (z.B. durch Stress), verändert sich auch die Hormonproduktion der Hypophyse und der weibliche Zyklus wird beeinflusst oder bleibt ganz aus.
Die Lösung ist eigentlich einfach. Frauen, die in oder nach stressigen Phasen Veränderungen in ihrem Zyklus oder sogar ein Ausbleiben der Menstruation feststellen, brauchen vor allem Entspannung. Und das bezieht sich sowohl auf körperliche als auch auf psychische Entspannung. In jeglicher Hinsicht, die Ansprüche reduzieren und sich all das erlauben, was Weiblichkeit eigentlich ausmacht. Weichheit, Liebe, Ruhe. Sich selbst annehmen. Da gerade das vielen Frauen heutzutage schwer fällt, hilft es, sich Raum dafür zu schaffen. Mit anderen Frauen darüber zu sprechen. Und aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass Yoga sehr hilfreich ist. Denn beim Yoga geht es um genau das - zu sich selbst kommen, den Körper spüren, die innere Weisheit in sich erkennen. Ruhig und gleichmäßig atmen. Und wieder lernen, die Zeichen und Bedürfnisse des Körpers zu verstehen. Und sie dann entsprechend zu befriedigen.
Um wieder in Einklang mit der Natur zu kommen, kann es außerdem helfen, sich dem Mondzyklus wieder anzunähern. Eine einfache Art dies zu tun, ist mithilfe des `Seed Cyclings´. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies diesen Artikel.
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